DGUV V3 Prüfung · Museen

Betriebsmittelprüfung Museum: elektrische Anlagen und Betriebsmittel in Ausstellung, Depot und Restaurierung nach DGUV Vorschrift 3 und 4

Ein Museum hält Luftfeuchte, Licht und Temperatur in engen Grenzen und die Vitrine unter Verschluss, und an jeder dieser Stellen läuft ein elektrisches Gerät: Klimagerät und Entfeuchter in der Ausstellung, LED-Treiber in der Vitrine, Medienstation, Projektor, der Heiztisch der Restaurierung, die Rollregalanlage im Depot, Kasse und Kaffeemaschine im Shop. AB Prüfservice prüft elektrische Betriebsmittel und Anlagen in Museen nach DGUV Vorschrift 3 und 4, je nach Unfallversicherungsträger, bundesweit und ohne Eingriff in Ausstellung und Sammlung.

Betriebsmittelprüfung im Museum: Beleuchtete Vitrinen im historischen Ausstellungssaal.
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Was umfasst die Betriebsmittelprüfung im Museum?

Die Betriebsmittelprüfung im Museum umfasst die Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel in allen Bereichen eines Hauses: die feste Installation von der Hauptverteilung bis zur Stromschiene in der Ausstellung, ortsfeste Betriebsmittel wie Klimatechnik, Rollregalantrieb und Absauganlage, und ortsveränderliche Geräte vom Vitrinennetzteil über die Lupenleuchte der Restaurierung bis zum Laminiergerät der Museumspädagogik. Geprüft wird jedes Gerät, das Beschäftigte im Betrieb nutzen.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Museum: Große Ausstellungshalle mit Oberlicht und Skulpturen.

Bei der festen Anlage und bei ortsfesten Betriebsmitteln wird nach DIN VDE 0105-100 geprüft, mit Messung von Schutzleiter, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz und Fehlerstrom-Schutzschaltern; die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel folgt der DIN VDE 0701-0702, Gerät für Gerät, mit Prüfplakette und Protokoll. Beides zusammen ist die Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel, die die Unfallversicherung von jedem Betrieb verlangt, im Museum eingeschlossen.

DGUV Vorschrift 3 oder 4: Welche Regeln gelten für staatliche, kommunale und private Museen?

Die Trägerschaft entscheidet. Landesmuseen, städtische Museen und Stiftungen des öffentlichen Rechts sind in der Regel bei der Unfallkasse ihres Landes versichert und prüfen nach DGUV Vorschrift 4 (ehemals GUV-V A3); private Museen, Stiftungen des privaten Rechts, Vereinsmuseen und Firmenmuseen mit Beschäftigten in der Regel nach DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3).

Herausgeber beider Vorschriften ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung; Prüfumfang, Fristen und Nachweis sind identisch, und wir prüfen nach beiden. Die Betriebsmittelprüfung nach DGUV V3, wie sie im Alltag heißt, bleibt dieselbe Prüfung, ob das Haus nach Vorschrift 3 oder 4 prüft. Darüber liegt das Arbeitsschutzgesetz: Nach § 3 ArbSchG hat der Arbeitgeber für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu sorgen, die Betriebssicherheitsverordnung verlangt in § 14 BetrSichV die wiederkehrende Prüfung von Arbeitsmitteln, und die Technischen Regeln für Betriebssicherheit, TRBS 1201 und TRBS 1203, beschreiben Prüfung und Prüfer. Welche Geräte wie oft geprüft werden, legt der Museumsträger in der Gefährdungsbeurteilung fest. Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Gefährdungsbeurteilung, mit einer Bestandsliste je Haus als Grundlage. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt der Arbeitsmedizin beraten dazu; ehrenamtliche Kräfte eines Vereinsmuseums arbeiten mit denselben Geräten, und die sind ebenso prüfpflichtig.

Welche elektrischen Betriebsmittel werden im Museum geprüft: Ausstellung, Depot, Restaurierung?

In der Ausstellung sind es Vitrinenbeleuchtung mit LED-Treibern und Netzteilen, Strahler an Stromschienen, Medienstationen mit Bildschirm und Touchscreen, Projektoren, Audioguide-Ladestationen, Klimageräte, Luftbefeuchter, Entfeuchter und Datenlogger. Im Depot kommen Rollregalanlagen mit elektrischem Antrieb, Klimatechnik, Gefrierkammern gegen Schädlinge und elektrische Hubwagen hinzu, in der Restaurierungswerkstatt Heiztische, Niederdrucktische, Ultraschallbäder, Mikroskopbeleuchtung, Lupenleuchten, Föne und Absaugungen.

Die Werkstätten des Ausstellungsbaus arbeiten mit Maschinen und Anlagen wie Kreissäge, Bohrmaschine, Schleifgeräten und Kompressor, die Museumspädagogik mit Laminiergerät, Heißklebepistolen und Bastelgeräten für Kindergruppen, die Verwaltung mit Rechnern, Druckern und Steckdosenleisten, Bibliothek und Archiv mit Lesegeräten und Scannern. Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel haben einen Stecker, ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind fest angeschlossen oder zu schwer, um ohne Tragevorrichtung bewegt zu werden; ortsveränderlichen und ortsfesten Betriebsmitteln geben wir eine Nummer in der Inventarliste je Bereich. Bei Akkugeräten wird das Ladegerät gemessen, das Gerät bekommt eine Sichtprüfung.

Rollregalanlagen prüfen wir elektrisch, Antrieb, Steuerung und Zuleitung; die Prüfung der Regalanlage als Lagereinrichtung übernehmen wir auf Wunsch mit eigenem Nachweis, und elektrische Flurförderzeuge gehören zum Umfang. An Kranen und Hebezeugen im Depot prüfen wir nichts. Lösemittellager der Restaurierung können als explosionsgefährdete Bereiche eingestuft sein; dort prüft eine befähigte Person für den Explosionsschutz, wir betreten diese Bereiche nicht.

Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch, lächelt in die Kamera, während sie die Computermaus bedient; vor ihr stehen eine Tastatur und eine Tasse.

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Warum ist die regelmäßige Prüfung im Museum auch Sammlungsschutz?

Ein defektes Netzteil in der Vitrine, ein überhitzter Entfeuchter im Depot oder eine überlastete Steckdosenleiste hinter der Medienstation sind im Museum nicht nur ein Risiko für die Sicherheit am Arbeitsplatz und die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern eine Brandgefahr neben unersetzlichen Exponaten. Die regelmäßige Prüfung findet den Defekt, bevor der Brand entsteht; der Nachweis schützt den Träger vor Haftung.

Versicherer von Sammlungen und Leihgeber fragen bei Schäden nach dem Zustand der Elektrik, Prüfsachverständige nach Versammlungsstättenrecht prüfen Sicherheitsbeleuchtung und Brandmeldeanlage, nicht aber die Geräte in Vitrinen und Werkstätten. Die Betriebsmittelprüfung schließt genau diese Lücke: rechtssicher dokumentiert, Gerät für Gerät, mit Messwerten. Die regelmäßige Überprüfung und Wartung der Klimatechnik durch den Hersteller ersetzt die Prüfung von Betriebsmitteln nicht: Wartung sichert die Funktion, die Prüfung die elektrische Sicherheit.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Museum: Gemäldewand vor rotem Damast.

Wie oft müssen Betriebsmittel im Museum geprüft werden? Prüffristen und Prüfintervalle

Die Prüffristen legt der Arbeitgeber fest, die Unfallverhütungsvorschrift nennt Richtwerte: ortsveränderliche Betriebsmittel alle sechs Monate, in Büros und Ausstellungsräumen mit geringer Fehlerquote bis zu zwei Jahre, in Werkstätten höchstens ein Jahr; ortsfeste Anlagen und Betriebsmittel alle vier Jahre, Fehlerstrom-Schutzschalter halbjährlich über die Prüftaste. Entscheidend sind die Bedingungen, unter denen ein Gerät arbeitet, nicht der Name des Hauses.

Im Museum liegen die Bereiche weit auseinander: Die Dauerausstellung beansprucht ihre Geräte kaum, ein Vitrinennetzteil läuft jahrelang unberührt, deshalb reicht dort ein Intervall von zwei Jahren; Restaurierung und Ausstellungsbau arbeiten mit Wasser, Lösemitteln, Staub und Hitze wie eine Werkstatt und werden jährlich geprüft. Wechselausstellungen bringen jedes Mal neue Technik ins Haus, die vor der Eröffnung geprüft wird, und nach jedem Umbau der festen Installation steht die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 an; die übernehmen wir auf Wunsch mit. Wer die Prüfintervalle je Bereich hinterlegt, prüft nie zu viel und nie zu spät.

Wer darf die Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel im Museum durchführen?

Eine Elektrofachkraft, nach den Technischen Regeln für Betriebssicherheit eine befähigte Person nach TRBS 1203 mit der fachlichen Qualifikation und Erfahrung für die Prüfung, mit geeigneten Messgeräten und einer Dokumentation je Gerät. Die Haustechnik eines Museums hat oft eine Elektrofachkraft, die prüfen darf; eine elektrotechnisch unterwiesene Person darf bei ortsveränderlichen Betriebsmitteln unter ihrer Leitung und Aufsicht mitwirken.

Was ein einzelner Haustechniker nicht hat, ist die Zeit: Hunderte Vitrinen, Depots an mehreren Standorten, dazu Werkstätten, Verwaltung und Shop ergeben einen Bestand, der ganze Prüftage braucht. Externe Elektrofachkräfte prüfen den ganzen Bestand in einem Durchgang, unabhängig und je Gerät mit Messwerten dokumentiert; der Nachweis gilt gegenüber Unfallkasse, Versicherung und Träger. Öffentliche Träger, die die Prüfung ausschreiben, brauchen als Erstes die Bestandsaufnahme mit Gerätezahl je Haus. Wer intern prüft, dokumentiert nach demselben Maßstab: Protokoll je Gerät, Plakette, Fristen.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Museum: Saal mit Stuckdecke und gerahmten Gemälden.

Ablauf der Betriebsmittelprüfung mit AB Prüfservice im Museum

Der Ablauf der Betriebsmittelprüfung mit AB Prüfservice hat drei Schritte, bundesweit gleich: Bestandsaufnahme je Bereich mit Ausstellung, Depot, Werkstätten, Verwaltung und Shop, Prüfung vor Ort durch eigene Elektrofachkräfte, digitale Dokumentation mit Protokoll je Gerät und Inventarliste im Kundenportal. Jedes geprüfte Gerät erhält eine Prüfplakette mit QR-Code. Auf Anfragen antworten wir in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

Ausstellungsräume prüfen wir am Schließtag oder vor der Öffnung, Depots, Werkstätten und Verwaltung während der Öffnungszeiten. Eine Vitrine öffnen wir nie selbst; Geräte in Vitrinen werden mit der Restaurierung oder dem Kurator geprüft, der die Vitrine öffnet und das Exponat sichert. Klimageräte und Entfeuchter trennen wir nur für die Messung vom Netz und nach Ankündigung, damit das Raumklima der Sammlung stabil bleibt. Für Träger mit mehreren Häusern setzen wir die Betriebsmittelprüfungen als Prüfplan je Haus auf, ein Standard, getrennte Nachweise; die Prüffristen hinterlegen wir je Gerät und erinnern Sie auf Wunsch vor dem Folgetermin.

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Häufige Fragen zur Betriebsmittelprüfung im Museum

Müssen Vitrinenbeleuchtung und Medienstationen in der Ausstellung geprüft werden?

Ja. Netzteile und LED-Treiber in Vitrinen, Strahler an Stromschienen, Bildschirme, Projektoren und Audioguide-Ladestationen sind ortsveränderliche Betriebsmittel, die Beschäftigte aufbauen, bedienen und warten; die Stromschiene selbst gehört zur festen Anlage. Geprüft wird dort, wo das Gerät steckt, mit der Restaurierung, wenn eine Vitrine geöffnet werden muss, und ohne die Ausstellung umzubauen.

Was gilt für Leihgaben, Medienkunst und Technik von Fremdfirmen beim Ausstellungsaufbau?

Wer die Technik bereitstellt, prüft sie: der Leihgeber seine Medientechnik, die Künstlerin ihre Installation, die Aufbaufirma ihre Maschinen. Das Museum lässt sich den Nachweis vor dem Anschluss ans Hausnetz zeigen. Auf Wunsch prüfen wir die Leihtechnik einer Wechselausstellung vor der Eröffnung mit, getrennt dokumentiert je Eigentümer, damit Haus und Leihgeber je einen Nachweis haben.

Wie prüfen Sie, ohne das Raumklima der Sammlung zu gefährden?

Klimageräte, Luftbefeuchter und Entfeuchter werden einzeln und nur für die Dauer der Messung vom Netz getrennt, angekündigt und nacheinander, nie alle Geräte eines Raums zugleich. Vitrinen bleiben geschlossen, bis die Restaurierung sie öffnet. Die Anlagenprüfung mit Freischaltung legen wir auf eine Zeit, in der das Haus die Klimatisierung kurz entbehren kann, abgestimmt mit der Haustechnik.

Werden funktionsfähige Exponate in Technikmuseen mitgeprüft?

Ein elektrisches Exponat, das Beschäftigte vorführen, ist für sie ein Betriebsmittel und gehört in die Prüfung. Historische Geräte ohne Schutzleiter oder mit alter Isolierung bestehen die Prüfung nach heutiger Norm oft nicht; dann hält die Gefährdungsbeurteilung fest, wie vorgeführt wird, etwa über einen Trenntransformator oder ohne Netzanschluss. Was nur ausgestellt wird, bleibt Exponat.

Was gilt für Depot und Rollregalanlagen?

Die elektrische Seite der Rollregalanlage, Antrieb, Steuerung und Zuleitung, prüfen wir als ortsfestes Betriebsmittel; die Prüfung der Regalanlage selbst als Lagereinrichtung übernehmen wir auf Wunsch mit eigenem Nachweis. Gefrierkammern, Klimatechnik und elektrische Hubwagen im Depot gehören zum Umfang. Unsere Prüfer bewegen im Depot kein Exponat; die Begleitung durch das Haus bleibt Standard.

Muss das Museum für die Prüfung schließen?

Nein. Depot, Werkstätten, Verwaltung und Shop prüfen wir im laufenden Betrieb, die Ausstellung am Schließtag oder in der Stunde vor der Öffnung; ein Steckergerät ist in wenigen Minuten geprüft. Nur die Freischaltung der festen Anlage braucht eine Zeit ohne Publikum und ohne Sonderveranstaltung, die wir vorab mit der Haustechnik festlegen.

Können Leitern und Tritte in derselben Begehung geprüft werden?

Ja. Die Leitern und Tritte von Ausstellungsbau, Haustechnik, Depot und Restaurierung unterliegen einer eigenen Prüfpflicht nach Betriebssicherheitsverordnung. Wir prüfen sie auf Wunsch in derselben Begehung wie die elektrischen Betriebsmittel, mit getrennter Dokumentation, sodass beide Nachweise aus einer Hand kommen und das Haus nur einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten braucht.

Was kostet die Betriebsmittelprüfung im Museum?

Die Kosten richten sich nach der Zahl der Geräte, dem Umfang der ortsfesten Anlagen mit Klimatechnik und Depot und der Zahl der Häuser. Abgerechnet wird je geprüftem Gerät, sodass Träger mit mehreren Häusern von der Menge profitieren. Nach der Bestandsaufnahme erhalten Sie ein Angebot ohne versteckte Kosten, ohne gesonderte Fahrtkosten und ohne Abrechnung nach Stunden.

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