Leiterprüfung · Museen

Leiterprüfung Museum: Leitern und Tritte prüfen nach DGUV Information 208-016 für Ausstellung, Depot, Bibliothek und Restaurierung

Wer in einem Museum arbeitet, steht öfter auf einer Leiter, als das Publikum ahnt: beim Hängen der nächsten Ausstellung, beim Richten der Strahler an der Stromschiene, im Depot am Hochregal, in der Bibliothek an der Einhängeleiter, in der Restaurierung auf dem Tritt vor dem großformatigen Gemälde. AB Prüfservice prüft Leitern und Tritte in Museen, Kunsthallen und Archiven bundesweit, durch eine zur Prüfung befähigte Person, am Schließtag oder im laufenden Betrieb, mit Prüfplakette und Prüfprotokoll je Gerät.

Leiter- und Trittprüfung im Museum: Strahler an der Stromschiene über den Gemälden.
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Muss ein Museum seine Leitern und Tritte prüfen lassen?

Ja, wie jeder Arbeitgeber. Leitern und Tritte sind Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung, und die BetrSichV verlangt, dass der Arbeitgeber sie wiederkehrend auf ihren sicheren Zustand prüfen lässt, durch eine befähigte Person, mit Dokumentation. Wie oft und in welchem Umfang, legt der Museumsträger in der Gefährdungsbeurteilung fest. Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Gefährdungsbeurteilung.

Leiter- und Trittprüfung im Museum: Gewölbehalle mit Oberlichtern und Galerien.

Die Prüfpflicht gilt für das Landesmuseum mit Unfallkasse ebenso wie für das Vereinsmuseum mit drei Angestellten; der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ändert daran nichts. Wie die Prüfung von Leitern und Tritten aussieht, beschreibt die DGUV Information 208-016 (kurz DGUV 208-016), Die Verwendung von Leitern und Tritten: eine Handlungsanleitung, die die gesetzliche Unfallversicherung herausgibt, mit Checkliste, keine Vorschrift, aber der Maßstab, an dem nach einem Sturz gemessen wird. Eine unterlassene Prüfung ist eine Ordnungswidrigkeit, und nach einem Unfall trägt der Träger das Haftungsrisiko, auch gegenüber dem Versicherer der Sammlung, wenn ein Objekt beim Sturz zu Schaden kam.

Welche Leitern und Tritte werden im Museum geprüft?

Alle, die Beschäftigte oder Ehrenamtliche benutzen: Plattformleitern und Stehleitern mit Ablage für Hängung und Vitrinenbeleuchtung, Anlegeleitern und Mehrzweckleitern der Haustechnik, Regalleitern und Einhängeleitern in Bibliothek, Archiv und Depot, Podestleitern am Hochregal, Tritte und Rolltritte in Restaurierung, Verwaltung und Museumspädagogik, Stehleitern der Werkstatt, Klapptritte in Shop und Kasse, dazu die Leitern von Freilichtmuseen an Mühle, Scheune und Obstwiese.

Nicht dazu gehören Ausstellungspodeste, Dekorationsaufbauten und fest eingebaute Galerien und Bühnen im Depot, die mit dem Bauwerk geprüft werden, sowie Hubarbeitsbühnen. Ortsfeste Steigleitern zur Technikzentrale oder aufs Dach folgen der DGUV Information 208-032; solche mit Steigschutz prüfen wir auf Anfrage mit. Fahrgerüste für hohe Säle und die Hängung nehmen wir in denselben Termin auf. Eine historische Leiter im Bestand des Feuerwehr- oder Bergbaumuseums ist Sammlungsgut und keine Steighilfe; sie wird nicht geprüft, sondern bewahrt.

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Woran scheitern Leitern im Museum: Hängung, Depot und Restaurierung?

Die Befunde folgen den Abteilungen. In der Ausstellung sind es ausgetretene Fußkappen, die auf Parkett und Naturstein rutschen, Tritte mit verbogener Plattform vom Dauereinsatz an der Vitrine und Plattformleitern, deren Ablage Schrauben, Haken und Werkzeug ins Rutschen bringt. Im Depot fehlen Einhängehaken an Regalleitern, in der Bibliothek klemmen Laufrollen, in der Restaurierung lösen Lösemittel und Farbe die Kunststoffstufen an.

In Freilichtmuseen und Außenanlagen kommen Nässe, Erde und Korrosion dazu, dort halten Holzleitern nicht lange, wenn sie deckend gestrichen und nie getrocknet werden; ein deckender Anstrich ist bei Holzleitern nicht zulässig, weil er Risse verdeckt. Die Sichtprüfung vor jeder Benutzung bleibt Pflicht der Beschäftigten; was dort auffällt, kommt aus dem Verkehr, ohne auf den Prüftermin zu warten. Mängel kennzeichnen wir sofort und sperren die Leiter; das Prüfprotokoll nennt den Befund und die Empfehlung, Ersatzteile liefern die Hersteller, eine Reparatur in der Museumswerkstatt ersetzt keine Originalteile.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Museum: Skulpturenhalle hinter einer Glasfassade.

Was gilt für Arbeiten auf Leitern bei Hängung und Beleuchtung nach TRBS 2121 Teil 2?

Die TRBS 2121 Teil 2, kurz TRBS 2121-2, setzt der Leiter als Arbeitsplatz Grenzen: bis zwei Meter Standhöhe, zwischen zwei und fünf Metern nur zeitweilig und für kurze Arbeiten, und wer dort arbeitet, steht auf Stufe oder Plattform. Schwere Lasten gehören nicht auf die Leiter; ein großes Gemälde hängen zwei Personen von Plattformleitern oder vom Fahrgerüst aus.

Die Prüfung bewertet den Zustand der Leiter, nicht ihren Einsatz; die regelmäßige Prüfung liefert aber die Zahlen, die die Gefährdungsbeurteilung für Hängung und Beleuchtung braucht: wie viele Sprossenleitern noch im Haus sind, wo eine Plattformleiter fehlt und welche Leiter in welchem Saal bereitsteht. Zur Erhöhung der Sicherheit kommt die Unterweisung im Umgang mit Leitern und Tritten hinzu, jährlich und vor jedem Ausstellungsaufbau, für festes Personal, Aushilfen und Ehrenamtliche gleichermaßen.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Museum: Besucher vor einer großformatigen Wandarbeit.

Wie oft müssen Leitern im Museum geprüft werden?

Die Zeitabstände für die Prüfung legt der Arbeitgeber fest, eine gesetzliche Frist nennt weder BetrSichV noch DGUV Information 208-016. Maßgeblich sind Häufigkeit der Nutzung, Beanspruchung und die Mängel früherer Prüfungen; bewährt hat sich, Leitern regelmäßig prüfen zu lassen, mindestens einmal jährlich. Ausstellungsbau und Haustechnik mit täglichem Einsatz vertragen kürzere Intervalle, der Tritt in der Verwaltung kommt mit dem Jahresrhythmus aus.

Der passende Zeitpunkt liegt zwischen zwei Ausstellungen, wenn die Säle leer sind und die Leitern des Aufbaus beisammenstehen, oder am Schließtag. Wechselausstellungen sind der Takt des Hauses: Wer vor dem Aufbau prüfen lässt, hängt die neue Ausstellung mit freigegebenen Leitern und hat Ersatz für gesperrte, bevor die Kuriere der Leihgeber im Haus stehen. Wir hinterlegen die Prüffristen je Gerät und erinnern Sie auf Wunsch rechtzeitig vor dem Folgetermin.

Wer darf im Museum Leitern prüfen: Haustechnik, Werkstattleiter oder Dienstleister?

Eine befähigte Person nach TRBS 1203: Berufsausbildung, Berufserfahrung und eine zeitnahe berufliche Tätigkeit im Prüfen von Leitern, dazu die schriftliche Beauftragung durch den Arbeitgeber. Der Werkstattleiter oder ein Haustechniker nach dem Seminar zur befähigten Person zur Prüfung von Leitern erfüllt das oft; die Fachkraft für Arbeitssicherheit ist nicht automatisch befähigt, weil sie Gefährdungsbeurteilungen schreibt.

Grundlage sind die TRBS 1201 für Prüfungen von Arbeitsmitteln und die TRBS 1203 für die Person, die prüft; ein Zertifikat allein macht noch keine befähigte Person. Ein externer Dienstleister bringt die Routine mit, die ein Haus mit vierzig Leitern nicht aufbaut: Prüfung nach dem Stand der Technik, unabhängig, je Gerät dokumentiert, mit einem Nachweis, der vor Unfallkasse, Versicherung und Träger besteht. Unsere Prüfer machen ausschließlich wiederkehrende Leiterprüfungen. Leitertyp und Werkstoff halten wir im Protokoll fest. Ist eine Leiter für ihren Einsatzort erkennbar ungeeignet, sagen wir es Ihnen vor Ort; ob Leiter und Einsatzort zusammenpassen, bewertet Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Ablauf der Leiterprüfung im Museum: Bestandsliste, Checkliste, Prüfplakette

Sie nennen uns Häuser, Abteilungen und ungefähre Stückzahl, das Angebot kommt in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Am Prüftag stehen die Leitern an einem Sammelpunkt in Werkstatt oder Anlieferung; Leitern aus Depot und Restaurierung, die das Haus nicht bewegen will, prüfen wir vor Ort, in Begleitung des Hauses.

Jede Leiter durchläuft die Sicht- und Funktionsprüfung nach der Checkliste der DGUV Information 208-016: Kennzeichnung und Gebrauchsanleitung lesbar, Holme ohne Risse und Verformung, Sprossen und Stufen fest, Spreizsicherung und Gelenke in Funktion, Leiterfüße und Einhängehaken vollständig, Rollen gängig. Die bestandene Leiter erhält die Prüfplakette, die gesperrte bleibt am Sammelpunkt, und beides steht im Prüfprotokoll. Die Dokumentation läuft digital im Kundenportal: Protokoll je Gerät, Übersicht je Abteilung, Bestandsliste ab dem ersten Termin, fortgeschrieben bei jeder wiederkehrenden Prüfung. Träger mit mehreren Häusern bekommen einen Standard und getrennte Nachweise je Haus.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Museum: Gemäldewand vor rotem Damast.

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Häufige Fragen zur Leiterprüfung im Museum

Werden die Plattformleitern und Galerieleitern für die Hängung geprüft?

Ja, sie sind das meistgenutzte Arbeitsmittel des Ausstellungsbaus. Geprüft werden Plattform, Geländer, Ablage, Stufen, Rollen und Feststeller, bei Galerieleitern mit Schiene auch Haken und Laufwagen; die Schiene selbst gehört zur Wandbefestigung des Hauses. Eine Plattformleiter mit verbogenem Geländer wird gesperrt, auch wenn sie für die nächste Hängung fest eingeplant war.

Was gilt für Regalleitern in Bibliothek, Archiv und Depot?

Einhängeleitern und Regalleitern sind Leitern und werden geprüft: Holme, Stufen, Einhängehaken, Laufrollen und Sicherungen gegen unbeabsichtigtes Aushängen. Die Regalanlage selbst, Schienen und Hakenaufnahmen eingeschlossen, prüfen wir auf Wunsch mit eigenem Nachweis; elektrische Flurförderzeuge und Hubarbeitsbühnen im Depot sind nicht Teil der Leiterprüfung.

Wer prüft die Leitern von Ausstellungsbauern und Kurieren beim Aufbau?

Wer sie bereitstellt. Ausstellungsbauer, Leihgeber und Transportfirmen bringen eigene geprüfte Leitern mit und weisen das auf Verlangen nach; eine Leiter des Museums, die sie benutzen, bleibt Sache des Museums. Auf Wunsch prüfen wir die Leitern der Fremdfirmen beim Aufbau mit, getrennt dokumentiert je Eigentümer, damit beide Seiten einen Nachweis haben.

Ist eine historische Leiter in der Sammlung ein Arbeitsmittel?

Nein, solange niemand auf sie steigt. Die Feuerwehrleiter von 1910, die Fahrt aus dem Bergwerk oder die Bibliotheksleiter im historischen Lesesaal sind Sammlungsgut und werden konserviert, nicht geprüft. Sobald eine solche Leiter bei Führungen oder Vorführungen betreten wird, ist sie ein Arbeitsmittel und muss die Prüfung bestehen; das entscheidet die Gefährdungsbeurteilung des Hauses.

Prüfen Sie auch die Steigleitern zur Technikzentrale oder aufs Dach?

Ja, auf Anfrage. Ortsfeste Steigleitern zu Technikzentrale, Dach oder Lüftungsebene sind Teil des Gebäudes und folgen der DGUV Information 208-032, nicht der Prüfung von tragbaren Leitern und Tritten. Steigleitern mit Steigschutz prüfen wir auf Anfrage mit, im selben Termin wie die tragbaren Leitern des Hauses, mit eigenem Protokoll je Steigleiter.

Wann passt die Leiterprüfung in den Museumsbetrieb?

Am Schließtag, vor der Öffnung oder zwischen zwei Ausstellungen, wenn die Säle leer sind. Leitern aus Werkstatt, Depot, Bibliothek und Verwaltung prüfen wir auch während der Öffnungszeiten, weil das Publikum davon nichts bemerkt. Eine laufende Ausstellung, eine Führung oder eine Veranstaltung unterbrechen wir nicht; der Termin richtet sich nach dem Ausstellungskalender.

Was kostet die Leiterprüfung für ein Museum?

Wir arbeiten mit Pauschalpreisen, damit Sie planen können: Ab 30 Leitern und Tritten, bei einem Träger mit mehreren Häusern schnell erreicht, gilt ein fester Preis je Gerät, darunter eine Tagessatzpauschale, abgestuft nach dem Aufwand. Stunden, Fahrtkosten oder Regiezeiten rechnen wir nicht gesondert ab. Den Aufwand schätzen wir vorab ein; das Angebot kommt in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

Können die elektrischen Betriebsmittel im selben Termin geprüft werden?

Ja. Wer am selben Schließtag Vitrinennetzteile, Medienstationen, Klimageräte und Werkstattmaschinen nach DGUV Vorschrift 3 oder 4 prüfen lassen möchte, bekommt Leiterprüfung und Betriebsmittelprüfung aus einer Hand, getrennt protokolliert und mit einem einzigen Termin im Ausstellungskalender. Beide Nachweise liegen danach im selben Kundenportal, je Haus und je Abteilung.

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