DGUV V3 Prüfung · Facility Management

Betriebsmittelprüfung im Facility Management: DGUV Vorschrift 3 für Anlagen und elektrische Geräte im gesamten Objektportfolio

Wer Gebäude betreut, verantwortet Technik, die einem anderen gehört. Für Facility Manager heißt das: Die Prüfpflicht läuft in jedem betreuten Objekt weiter, unabhängig davon, wer Eigentümer ist und wer das Gerät angeschafft hat. AB Prüfservice übernimmt diese Prüfung bundesweit über ganze Portfolios hinweg, mit einem Ansprechpartner, einem Prüfstandard und einem Nachweis, der jeder Nachfrage standhält.

Betriebsmittelprüfung im Facility Management: Kabeltrassen und Leitungen unter der Decke.
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Was ist die Betriebsmittelprüfung im Facility Management?

Die Betriebsmittelprüfung im Facility Management ist die wiederkehrende Sicherheitsprüfung aller elektrischen Arbeitsmittel in den betreuten Objekten: Sichtkontrolle, Messung nach DIN VDE und Funktionstest, je Position mit Ergebnis und Frist. Sie folgt der DGUV Vorschrift 3 und wird im FM über viele Standorte hinweg geplant, statt in jedem Objekt einzeln improvisiert.

Genau darin liegt der Unterschied zum Einzelbetrieb. Ein Facility Manager verantwortet selten ein Gebäude, sondern zehn, fünfzig oder mehrere hundert, oft mit unterschiedlichen Nutzern, Mietverhältnissen und Gerätebeständen. Ohne gemeinsame Systematik entstehen genau dort Lücken, wo niemand sich zuständig fühlt: beim Leihgerät des Mieters, beim Verlängerungskabel im Technikraum, beim Gerät aus einer Abteilung, die es selbst beschafft hat.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Facility Management: Eingangsbereich eines modernen Bürogebäudes.

Was wird bei der Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel geprüft?

Geprüft wird alles Elektrische im Arbeitseinsatz, in zwei Gruppen. Ortsveränderliche Geräte sind bewegliche Arbeitsmittel mit Stecker: Bürotechnik, Küchen- und Reinigungsgeräte, Werkzeuge, Verlängerungen. Ortsfeste Anlagen sind fest angeschlossen, etwa Verteilungen, Installationen sowie Anlagen und Maschinen im Gebäudebetrieb. Beide Gruppen fallen unter dieselbe Vorschrift, aber unter eigene Verfahren.

Die Prüfung ortsveränderlicher Geräte richtet sich nach DIN VDE 0701-0702, elektrische Anlagen folgen eigenen VDE-Verfahren mit mehrjährigem Turnus. In einem FM-Portfolio lohnt sich die Trennung früh: Sie entscheidet über Prüfaufwand, Takt und die Frage, welche Begehungen sich zusammenlegen lassen.

Ist die Betriebsmittelprüfung nach DGUV Vorschrift 3 Pflicht?

Ja. Die regelmäßige Prüfung elektrischer Arbeitsmittel ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt unabhängig von Betriebsgröße und Branche. Die Pflicht trifft den Arbeitgeber beziehungsweise den Betreiber, der die Arbeitsmittel bereitstellt. Im Facility Management wird sie regelmäßig vertraglich weitergereicht, ohne dass die rechtliche Verantwortung des Betreibers dadurch verschwindet.

Für Facility Manager ist dieser Punkt der wichtigste im ganzen Thema. Ein Dienstleistungsvertrag verlagert die Durchführung, nicht die Betreiberverantwortung. Wer prüft, muss belegen können, dass geprüft wurde, und wer beauftragt, muss belegen können, dass er einen geeigneten Dienstleister ausgewählt und kontrolliert hat.

Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch, lächelt in die Kamera, während sie die Computermaus bedient; vor ihr stehen eine Tastatur und eine Tasse.

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Von der ersten Anfrage bis zum digitalen Prüfprotokoll begleiten wir Ihren Betrieb durch die komplette Prüfung – Sie nennen den Bedarf, wir übernehmen den Rest.

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Zum Abschluss erhält jedes geprüfte Betriebsmittel seine Prüfplakette, dazu die vollständige digitale Dokumentation mit Prüfprotokoll und Inventarliste. Damit erfüllen Sie Ihre gesetzlichen Prüfpflichten und sind auf jede Kontrolle vorbereitet.

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Welche rechtlichen Grundlagen gelten: ArbSchG, BetrSichV und DGUV Vorschrift 1?

Die rechtlichen Grundlagen greifen ineinander. Das Arbeitsschutzgesetz verlangt in § 5 ArbSchG die Gefährdungsbeurteilung. Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Gefährdungsbeurteilung. Die Betriebssicherheitsverordnung ordnet die Prüfung von Arbeitsmitteln ein und überlässt die Fristen der GBU. Die DGUV Vorschrift 1 regelt die Grundsätze der Prävention, die DGUV Vorschrift 3 den elektrischen Teil.

Konkretisiert wird das durch die Technischen Regeln für Betriebssicherheit, für Prüfungen vor allem TRBS 1201, sowie durch die einschlägigen VDE-Normen. Wer diese gesetzlichen Vorschriften einhält und die Prüfung dokumentiert, ist im Schadensfall rechtlich abgesichert und hat den rechtssicheren Nachweis, den Berufsgenossenschaft und Versicherer sehen wollen.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Facility Management: Großraumbüro mit Monitoren und Arbeitsplätzen.

Was sind die drei Säulen des Facility Managements, und wo greift die Prüfpflicht?

Facility Management ruht klassisch auf drei Säulen: technisches FM für Betrieb und Unterhalt der Gebäudetechnik, infrastrukturelles FM für Dienstleistungen wie Reinigung, Sicherheit und Catering, kaufmännisches FM für Verträge, Kosten und Controlling. Die Prüfpflicht sitzt im technischen FM, erzeugt aber in allen drei Säulen Arbeit. Das wird im Alltag unterschätzt. Das infrastrukturelle FM bringt eigene Elektrogeräte ins Gebäude, etwa Reinigungsmaschinen und Küchentechnik, die genauso prüfpflichtig sind. Das kaufmännische FM braucht belastbare Zahlen für Ausschreibung und Budget. Erst wenn Prüfung, Leistungsverzeichnis und Kostenstelle dieselbe Bestandsliste benutzen, passen Aufwand und Nachweis zusammen.

Wie oft muss geprüft werden? Prüffristen aus der Gefährdungsbeurteilung

Die Prüffristen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung, nicht aus einer festen Tabelle. Als Orientierung gilt: stark beanspruchte Geräte in Werkstätten meist alle sechs bis zwölf Monate, auf Baustellen deutlich kürzer, Bürotechnik in längeren Abständen, ortsfeste Anlagen mehrjährig. Maßgeblich sind Einsatzbedingungen, Fehlerquote und Nutzung im jeweiligen Objekt.

Dazu kommen anlassbezogene Prüfungen: nach Instandsetzung, nach wesentlicher Änderung, nach außergewöhnlichen Ereignissen und vor der ersten Inbetriebnahme. In großen Portfolios ist die Fristenpflege der eigentliche Aufwandstreiber, weshalb Aktualisierungen automatisiert nachgehalten werden sollten und nicht in einer Tabelle einzelner Objektleiter.

Betriebsmittelprüfung und Leiter- und Trittprüfung im Facility Management: Bürogebäude mit Antennenmast auf dem Dach.

Wer darf prüfen: eigene Elektrofachkraft oder externer Dienstleister?

Prüfen darf nur eine befähigte Person, im elektrischen Bereich also eine Elektrofachkraft mit passender Qualifikation und kalibrierter Messtechnik. Ob diese Fachkräfte im eigenen Haus sitzen oder von einem Dienstleister kommen, ist frei wählbar. Ohne diese Qualifikation trägt das Protokoll im Ernstfall nicht, unabhängig davon, wie sauber es aussieht.

Im Fremdfirmenmanagement kommt eine zweite Ebene dazu: Fremdfirmen bringen eigene Arbeitsmittel mit, die ihrer eigenen Prüfpflicht unterliegen, und müssen für Arbeiten im Objekt eingewiesen werden. Eine kurze Unterweisung zum Ablauf und eine klare Zuordnung, wer welchen Bestand verantwortet, verhindert die meisten Lücken.

Welche Rolle spielen Dokumentation und Betreiberverantwortung für Wartung und Instandhaltung?

Die Dokumentation ist der Nachweis, sonst existiert die Prüfung rechtlich nicht. Je Position gehören Ergebnis, Messwerte, Prüfer und Frist ins Prüfprotokoll, dazu eine Inventarliste, die den Bestand abbildet. Im FM ist sie zugleich die Schnittstelle zu Wartung und Instandhaltung, weil sie Mängel sichtbar macht, bevor sie zum Ausfall werden.

Auffällige Geräte werden gesperrt und gekennzeichnet, kommen nach Instandsetzung und bestandener Nachprüfung zurück in den Betriebsablauf. Wer diese Kette vollständig belegen kann, führt die technische Instandhaltung rechtssicher, und die Prüfhistorie wird nebenbei zur Argumentationsgrundlage für Ersatzbeschaffungen.

Wie läuft die Betriebsmittelprüfung mit AB Prüfservice bundesweit ab?

AB Prüfservice prüft deutschlandweit und bündelt verteilte Objekte in einem Prüfplan: Bestandsaufnahme, Prüfung vor Ort durch eigene Elektrofachkräfte, digitale Dokumentation. Jedes geprüfte Betriebsmittel erhält eine Prüfplakette mit QR-Code, die Ergebnisse liegen im Kundenportal, und auf Anfragen antworten wir in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

Für Facility Manager heißt das vor allem: ein Ansprechpartner statt vieler regionaler Einzeldienstleister, gebündelte Touren statt verstreuter Anfahrten, ein Berichtsstand für alle Objekte. Wächst das Portfolio, wächst der Prüfplan mit, ohne dass die Systematik neu aufgesetzt werden muss.

AB Prüfservice

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Häufige Fragen zur Betriebsmittelprüfung im Facility Management

Wer trägt die Verantwortung, wenn das FM die Prüfung übernimmt?

Die Betreiberverantwortung bleibt beim Auftraggeber, die Durchführung liegt beim beauftragten Dienstleister. Der Vertrag sollte deshalb klar regeln, welcher Gerätebestand erfasst ist und wer Fristen überwacht. Für den Nachweis zählt am Ende, dass Auswahl, Beauftragung und Kontrolle des Dienstleisters dokumentiert sind.

Müssen auch Geräte der Mieter und Nutzer geprüft werden?

Geprüft wird, wer die Arbeitsmittel bereitstellt. Geräte eines Mieters fallen in dessen eigene Prüfpflicht, Geräte aus dem Gebäudebetrieb in Ihre. In gemischt genutzten Objekten lohnt sich eine schriftliche Abgrenzung, weil genau an dieser Grenze die meisten ungeprüften Geräte auftauchen. Wir erfassen deshalb je Objekt, welcher Bestand zu wem gehört.

Gilt die Prüfpflicht auch für öffentliche Gebäude im Portfolio?

Ja. Für öffentliche Einrichtungen gilt inhaltlich dasselbe, hier greift die DGUV Vorschrift 4 der Unfallkassen parallel zur Vorschrift 3 der Berufsgenossenschaften. Prüfumfang, Verfahren und Nachweis unterscheiden sich nicht, lediglich der zuständige Unfallversicherungsträger ist ein anderer. Wir prüfen nach beiden Vorschriften und nennen im Protokoll die geltende.

Wie viele Objekte kann AB Prüfservice gleichzeitig betreuen?

Die Prüfung wird als Plan über alle Standorte aufgesetzt, nicht als Einzeltermin. Reihenfolge und Takt richten sich nach Prüffristen und Erreichbarkeit, sodass Anfahrten gebündelt werden. Auch verteilte Portfolios laufen dadurch unter einem Ansprechpartner und einem einheitlichen Berichtswesen. Kommt ein Objekt hinzu, wird es in den laufenden Plan eingehängt.

Stört die Prüfung den laufenden Gebäudebetrieb?

In der Regel nicht spürbar. Die Prüfung je Gerät dauert wenige Minuten, Anlagen brauchen länger und werden eingetaktet. Termine stimmen wir mit Nutzungszeiten ab, etwa außerhalb der Bürozeiten oder in Betriebsruhen, damit Mieter und Nutzer möglichst wenig davon merken. Ortsfeste Anlagen mit nötiger Freischaltung werden angekündigt.

Was passiert mit Geräten, die die Prüfung nicht bestehen?

Sie werden sofort gesperrt und gekennzeichnet, der Befund geht ins Protokoll. Zurück in den Einsatz kommen sie erst nach Reparatur und bestandener Nachprüfung. Häufen sich Befunde bei einem Gerätetyp, ist das ein belastbares Argument für eine geplante Ersatzbeschaffung. Der Befund steht mit Datum und Prüfer im Kundenportal.

Brauchen wir eine eigene Gefährdungsbeurteilung für die Prüffristen?

Ja, die Fristen leiten sich aus ihr ab. Sie bewertet Einsatzbedingungen, Beanspruchung und bisherige Fehlerquote je Gerätegruppe. Liegt sie vor, lassen sich die Intervalle begründen und im Zweifel gegenüber Berufsgenossenschaft oder Versicherer erklären, statt auf pauschale Richtwerte zu verweisen. Auf Wunsch unterstützen wir Sie dabei.

Wie erhalten wir die Nachweise für Audits und Versicherer?

Alle Ergebnisse liegen digital vor: Prüfprotokoll je Position, Inventarliste und Fristenübersicht, abrufbar im Kundenportal. Für Audits und Rückfragen lässt sich der Stand je Objekt oder für das gesamte Portfolio ziehen, ohne dass Unterlagen aus einzelnen Häusern zusammengesucht werden müssen. So lässt sich jede Nachfrage aus einem Vorgang beantworten.

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